Zeitschriftenschau

Prävention: Gesundes Verhalten bringt zusätzliche Lebensjahre

Die Analyse von Selbstauskunftsbögen zu den Lebensgewohnheiten von 73.000 Kranken­schwestern und 38.000 männlichen Ärzten durch eine Forschergruppe der Havard School of Health in Boston fand überzeugende Argumente für einen gesunden Lebensstil: Wer mit 50 Jahren nicht raucht, ein normales Körpergewicht hat, wenig Alkohol trinkt, Sport treibt und sich gesund ernährt, darf sich auf über 30 weitere Lebensjahre ohne chronische Krankheiten und Krebs freuen.


Schaufensterkrankheit: Kakao könnte helfen

Patienten mit der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, im Volksmund auch Schaufensterkrankheit genannt, müssen oft nach kurzen Strecken pausieren, weil sie beim Gehen an Schmerzen leiden. Ihnen könnte Kakao helfen, die Gehleistung zu verbessern.  Dies ergab eine Studie der Boston University School of Medicine mit 44 Probanden. Diejenigen, die Kakao tranken, konnten rund 43 Meter mehr zurücklegen, als die Probanden, die ein Placebo-Getränk erhalten hatten. Außerdem zeigten sie eine bessere Durchblutung ihrer Waden und eine bessere Funktionalität einiger Muskeln. Da die Stichprobe sehr klein war, müssen die Studienergebnisse noch durch eine größere Stu­dien bestätigt werden.


Bewegung: Marathon hält die Blutgefäße jung

Eine Studie der University College London belegt: Marathon-Training hilft nicht nur der Fitness, sondern kann auch die Blutgefäße verjüngen. Die Forscher hatten 138 Läufer im Alter zwischen 21 und 69 Jahren während ihres sechsmonatigen Trainings wissenschaftlich be­gleitet. Dabei untersuchten sie vor Beginn des Trainingsprogramms und zwei Wochen nach dem Marathon die Gefäßsteifigkeit und Dehnbarkeit der Hauptschlagader. Im Mittel war die Aorta durch das Training um vier Jahre jünger geworden. Besonders ausgeprägt war der Effekt bei älteren Läufern und bei jenen, die etwas langsamer waren.


Krebs: Viren verursachen etwa jede zehnte Tumorerkrankung

Nach einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums stehen deutlich mehr Krebserkrankungen mit Viren in Verbindung als bisher angenommen. Die Forscher untersuchten 2.600 Tumorproben auf Virensequenzen. Bei 13 Prozent der Proben waren sie fündig geworden. Bei 356 Krebspatienten fanden sie Spuren von 23 verschiedenen Virusarten. Dabei handelte es sich um bekannte Viren, die bereits mit einer Krebserkrankung in Verbindung gebracht werden. Die internationale Krebsforschungsagentur IARC im französischen Lyon schätzt, dass etwa eine von zehn Krebserkrankungen auf das Konto von Viren geht.


Thomas Ebel vom AOK-Bundesverband hat die Zeitschriftenschau zusammengestellt.
Bildnachweis: iStock/MonthiraYodtiwong
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