Porträt
Selbstverwaltung im Gespräch

„Gesundheitsmanagement senkt Krankenstände“

Immer mehr Firmen setzen auf Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Das Engagement der AOK beschreibt Dr. Bernd Vogler, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland.

G+G: Herr Dr. Vogler, warum engagiert sich die AOK beim BGM?

Bernd Vogler: Es ist uns ein großes Anliegen, die Gesundheitskompetenz in Betrieben und bei Beschäftigten zu erhöhen. Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland begleitet jährlich mehr als 1.400 Unternehmen von der Analyse der Ausgangssituation über die Anwendung geeigneter Konzepte bis zur Erfolgskontrolle. Pro Jahr werden so mehr als 200.000 Personen in den hiesigen Unternehmen unterstützt. Mehr als ein Drittel der Beschäftigten ist über 50 Jahre alt – im Zuge der demografischen Entwicklung ein wichtiger Aspekt.

G+G: Wovon profitieren die Unternehmen genau?

Vogler: Es geht um die Vernetzung der Akteure. Bei den Projekten kooperieren Betriebe jeder Unternehmensgröße. Die AOK bietet „Betriebsnachbarschaften“ an, bei denen zum Beispiel in einem Gewerbegebiet über alle teilnehmenden Firmen hinweg ein Projekt umgesetzt wird. In fast 50 Prozent der Fälle arbeiten wir mit Unfallversicherungsträgern, Berufsgenossenschaften, Rentenversicherung, Ärzteschaft, Innungen, Kammern und Verbänden zusammen. Besonders wichtig ist dabei auch die Mitarbeiterbeteiligung.

G+G: Wie macht sich BGM in der Praxis bezahlt?

Vogler: Viele Firmen wissen bereits um den Benefit von BGM: Gesundheitsengagement senkt Krankenstände und Fluktuation, steigert die Mitarbeiterzufriedenheit und führt so zu mehr Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Jeder investierte Euro bringt einen Gewinn für Unternehmen und Belegschaft gleichermaßen mit sich.

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Bildnachweis: AOK Rheinland-Pfalz/Saarland
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