Arzneimittel

Interimspreis soll Kostenentwicklung bei Medikamenten bremsen


Seit Jahren verstärkt sich der Trend zu immer höheren Preisen für neue Arzneimittel. Daran hat auch das seit zehn Jahren geltende Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) nichts Grundlegendes verändert: eine Entwicklung, die nach Einschätzung eines Autorenteams um Sabine Jablonka, Leiterin der Abteilung Arzneimittel im AOK-Bundesverband, gebremst werden muss, um die gesetzliche Krankenversicherung nicht finanziell zu überlasten.

Die freie Preisfestsetzung im ersten Jahr des Marktzugangs und der anschließende, meist niedrigere Erstattungsbetrag, der zwischen Pharmahersteller und GKV-Spitzenverband ausgehandelt wird, erfüllen nach Ansicht der drei Autorinnen nicht ihren Zweck. Denn sie gehen davon aus, „dass nicht wenige Hersteller diesen Rabatt zuvor bereits eingepreist haben“. Sie schlagen stattdessen einen neuen Preismechanismus vor: einen Interimspreis, der nach einem „transparenten, eindeutigen Regelwerk“ festgelegt werden und solange gelten soll, bis der Erstattungsbetrag vereinbart ist. In ihrem vorab veröffentlichten Beitrag „Ein neuer Weg zu fairen Preisen“ in der Juniausgabe des Magazins „Gesundheit und Gesellschaft“ beschreiben die Autorinnen Ablauf und Wirksamkeit einer neuen Preisbildung für Arzneimittel.

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